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Neue Finanzierungskonzepte für Spiele

Neue Finanzierungskonzepte für Spiele

Spiele kosten Geld, das ist keine Frage. Natürlich bezweifelt niemand das die Entwicklung eines Videospieles auch Geld kosten wird. Es zweifelt auch niemand daran das Spieler Geld für Spiele ausgeben müssen, darum kommen wir wohl oder übel nicht drumherum, zumindest bei den meisten und vor allem größeren Produktionen, aber es gibt mittlerweile viele neue Konzepte die teilweise wegweisend sein können.

Allen voran gibt es gegen Echtgeld zu erwerbende In-Game Währung. Meist in Form von Codes können wir diese im Handel erwerben, oder digital kaufen. Spiele, wie zum Beispiel Online Casinos locken ihre Kunden aber auch sehr gerne mit Bonus Codes. Wer einmal nach Ovo Casino Bonuscode gesucht hat wird sicherlich überrascht gewesen sein wie viele Ergebnisse eine einfache Googlesuche schon ergibt. Aber das ist lediglich eine Methode um Spieler anzulocken und eine erste Einzahlung zu provozieren. Betreiber von großen, teilweise online gestützten Spielen, benötigen dabei wesentlich mehr als das. Hier ist es wichtig das regelmäßig Geld fließt.

Zuletzt gab es diese Diskussion bei den Spielen von EA und die hat weltweit zu großen Auswirkungen geführt. Die Rede ist von Lootboxen. Spieler kaufen gegen echtes Geld Kisten in denen sich Upgrades für ihr Spiel befinden. Man kann als Hersteller ein solches System so auslegen das Spieler gar keine Wahl haben als diese Kisten zu kaufen und Spieler ohne Echtgeldkäufe benachteiligen. Bei vielen Handyspielen ist es sogar üblich die Spieler die einmal gekauft haben so zu behandeln das immer mehr Einkäufe provoziert werden.

Allen voran geht nun aber der Hersteller Konami einen neuen Weg. Mit dem Spiel Metal Gear survive bekommen wir die Chance günstig ins Spiel einzusteigen und uns vom Spiel zu überzeugen. Mit gerade einmal um die 30 Euro ist die Anschaffung recht günstig. Im Spiel selbst können wir uns frei bewegen und das Spiel wunderbar spielen. Erst später im Spiel, so in etwa ab Level 15 benötigen wir länger um weiterzukommen. Hier können wir dann theoretisch gegen echtes Geld Boosts kaufen die unsere Einnahmen und unseren Erfahrungsgewinn verdoppeln. Das ist zwar nicht neu aber die Tatsache das ein Spiel zu einem sehr günstigen Einstiegspreis verkauft wird um den Spielern zu ermöglichen bei gleichbleibendem Budget In-Game Käufe zu tätigen und selbst zu entscheiden was sie haben wollen ist recht neu.

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Sicherlich ist Metal Gear survive nun ein genauso großer PR Reinfall wie EA´s Lootboxen Diskussion die in einigen Ländern sogar zu einem Verbot geführt hat. Wenn man sich aber nicht darüber aufregt das Metal Grear survive nicht in die Metal Gear Reihe passt, sondern einen eigenen Namen gebraucht hätte, dann bekommt man eigentlich ein gutes Spiel in die Hand, bei dem ein früher Premiumkauf sicherlich nicht schaden kann. Metal Gear survive könnte ein absolut gutes Spiel sein wenn der Name nicht wäre.

Dennoch ist die Taktik ein Spiel günstiger zu verkaufen um spätere In-Game Käufe zu ermöglichen neu, bisher haben nur wenige Hersteller auf Geld verzichtet. Diese Taktik kann durchaus Schule machen. Durch einen recht geringen Einstiegspreis kann man durchaus eine Menge Kunden zum Einstieg überreden und trotzdem die Herstellungskosten decken. Gewinne macht man dann am Ende mit den In-Game Käufen. Dieser Versuch ist vielleicht nicht so besonders elegant, aber dennoch sinnvoller als ein F2P Game das nach kurzer Zeit nicht mehr spielbar ist, oder ein Vollpreistitel bei dem fraglich ist ob sich das Spiel ausreichend verkauft.




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