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Warum nicht alles E-Sport ist

Die Bedeutung des E-Sports für die Branche

E-Sports sind groß im kommen und natürlich wird es irgendwann auch zu einer breiten Akzeptanz in der Gesellschaft kommen. Zwangsläufig wird diese Entwicklung eintreten. Das kann man spätestens dann voraussagen wenn man sich die Entwicklung der Videospiele und der Videospielindustrie anschaut.

Aber nicht alles was man spielen kann taugt auch gleichzeitig als elektronischer Sport. Wir wollen heute einmal einen Blick darauf werfen was als E-Sport taugt und was nicht!

Was muss ein E-Sport Titel haben?

Ein E-Sport Titel muss in der Lage sein die gleichen Voraussetzungen für jeden zu bieten. Das bedeutet das man in einem Spiel wie zum Beispiel League of Legends, Fifa oder Street Fighter überall die gleichen Voraussetzungen haben muss. Wer bei Egoshootern wie Call of Duty zum Beispiel seinen Charakter ausbauen kann, ihm bessere Waffen verschaffen kann und damit deutliche Vorteile gegenüber anderen Spielern, der spielt keinen Titel der sich als E-Sports Titel eignet.

Genauso ungeeignet sind Spiele in denen der Glücksfaktor eine große Rolle spielt. Nimmt man hier zum Beispiel klassische Casinospiele, wie Roulette, Poker oder gar Slot spiele wie Book of Ra oder King of Luck, dann ist logisch das es sich dabei nicht um E-Sports handeln kann. Bei anderen Spielen, wie Need for Speed zum Beispiel ist das allerdings schon schwieriger. Hier greift der Verkehr, der per Zufall generiert wird, in das Spielgeschehen ein, damit kann nicht jede Runde gleich gewertet werden, Ergebnisse sind als teilweise Glücksabhängig. Gleiches erfolgt natürlich bei Egoshootern mit zufälligen Kartenereignissen. Zufällige Waffen und Nachschubkisten jedoch sind etwas anderes. Diese beeinflussen zwar auch das Spielgeschehen gehören aber zur Spielmechanik, sind aber trotzdem in der Regel nicht gerne gesehen.

Ein E-Sports Titel muss in der Lage sein ein großes Maß an können zu fordern. Titel wie League of Legends verlangen ihren Spielern Planung, Strategie und Reaktionsvermögen ab, Beat´em´ups wie Streetfighter hingegen reine Fingerfertigkeiten, Rennspiele hingegen fordern enorme Mengen Konzentration und Eingaben zur richtigen Zeit. So hat jeder E-Sports Titel seine eigene Anforderungskurve.

Die Bedeutung des E-Sports für die Branche 2

Was sind Aus-Kriterien für Spiele ?

Natürlich kann ein Titel bei dem sich Spieler Vorteile verschaffen können, ihre Erfahrungspunkte behalten und somit die Grundvoraussetzungen verändern nicht als E-Sports Titel zugelassen werden. In Egoshootern verweisen wir hier zum Beispiel auf die, anfänglich sehr seltene, Waffe Gjallahorn aus Destiny 1. Diese ermöglichte den Spielern einen One-Shot-Kill mit Zielsuchenden Geschossen. Das war anfangs die einzige Waffe die das konnte und ermöglichte den Spielern somit einzelne Gegner oder Gruppen von Gegnern mit einem einzigen Schuss auszulöschen. Da diese Waffe sehr selten war und die Spieler diese Waffe behalten wäre ein klares Reglementieren der mitzuführenden Waffen notwendig gewesen. Alternativ hätte man komplett neue Accounts erstellen müssen die lediglich mit Standardwaffen bestückt worden sind. Hinzu kommt die Tatsache das in diesem Spiel, nach Release, viel verändert wurde was Spielbalance und Waffenstärke angeht.

Natürlich sind diese nachträglichen Veränderungen an Spielen ebenfalls ein Aus-Kriterium. Ein E-Sports Titel sollte zu jeder Zeit nachvollziehbar und gleich bleiben. Verändert ein Entwickler sein Spiel im nachhinein mehrfach so ist die Kontinuität nicht mehr gegeben. Im klassischen Sport ist das genauso, Fußballfelder werden auch nicht verkleinert, Tore vergrößert, der Elfmeterraum verändert, weil zu viele Tore fallen oder soetwas. Ständige Updates Nerven nicht nur, sie sind auch kontraproduktiv beim schaffen einer homogenen und gleichbleibenden Spielsituation.

Ein weiteres Aus-Kriterium ist natürlich die Verbreitung eines Spieles. Um als Sport wahrgenommen zu werden muss ein E-Sport Titel natürlich entsprechend verbreitet sein und einen leichten Zugang ermöglichen. Bei Spielen wie League of legends ist durch die Free-2-Play Taktik das Spiel jederzeit zugänglich und auch gekaufte Skins und Helden können hier keinen Signifikanten Vorteil bieten, lediglich die Strategie anpassen. Street Fighter als alternatives Beispiel ist alt, zugänglich, jeder kennt es und selbst wenn nicht kann man das Spiel günstig überall kaufen. Vollpreistitel hingegen werden so schnell nie im Bereich E-Sports anklang finden, auch ähnliche Titel wie zum Beispiel BlazBlue werden hierzulande kaum Anklang als E-Sports finden weil die Fanbasis und die Verbreitung einfach zu gering ist.

Zusätzlich sollte ein Spiel Massentauglich sein. Es sollte eine entsprechende Öffentlichkeitswirksamkeit haben. Im Falle von League of Legends oder Street Fighter ist das lange gegeben, aber Spiele wie Hitman, Freitag der 13.te oder Mortal Kombat lösen zu viele Diskussionen über unnötige Gewalt aus. Auch solche Titel werden es im E-Sports Bereich wohl eher weniger weit bringen.




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