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Wobei uns Online Strategiespiele helfen

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Strategiespiele erfreuen sich besonders in Deutschland seit Jahrzehnten quer durch alle Altersklassen einer großen Beliebtheit. Die riesige Anhängerschaft gibt es nicht erst seit Online Strategiespielen wie Sim City, Forge of Empires oder Clash of Clans, sondern reicht viele Jahre zurück.

In den Neunzigern waren es hauptsächlich Brettspiele wie die Siedler, Risiko oder der Klassiker Monopoly, bei denen Spieler ihre strategische Fähigkeiten in der Gruppe unter Beweise stellen konnten. Mit den Onlinespielen hat die Fangemeinde noch einmal einen großen Schub bekommen. Ein Hauptgrund für die gewachsene Popularität ist, dass die Teilnehmer nicht mehr räumlich zusammen sein müssen, sondern über Kontinente und Zeitzonen hinweg mit- und gegeneinander zocken können.

Es gehört quasi zur menschlichen DNA, etwas zu gestalten, zu bauen und zu verteidigen. Deshalb sind diese Spiele auch so beliebt. Besonders bei Games in denen Dörfer, Städte oder Burgen gebaut werden müssen, wird diese Veranlagung auf exzellente Weite gefördert. Bereits mit dem ersten Stein, Wand oder Dach beginnt der Spieler, etwas eigenes zu erschaffen. Und je größer, hübscher oder machtvoller der Bau wird, desto größer die Zufriedenheit der Spielers.

Was man errichtet hat, will man auch verteidigen. Dies ist ein weiterer Faktor für den Erfolg der Strategiespiele, da es stets um den Schutz der eigenen Besitztümer oder auch um die Eroberung neuer Vermögensquellen geht. Diese Auseinandersetzungen erfordern gutes strategisches Denken und bei vielen Games eine detaillierte Abstimmung mit den anderen Gruppenmitgliedern. Konzentration und Kommunikation werden gefördert, denn nur wenn alle an einem Strang ziehen und einem vereinbarten Plan folgen, geht die zurechtgelegte Strategie auf. Deshalb lernen wir bei den Onlinespielen nicht nur, uns dort zu verbessern, sondern auch, wie wir im alltäglichen Leben mit vergleichbaren Situationen umgehen. Dabei geht es mit nicht um Eroberung, sondern um das strategische Handling aktueller Herausforderungen, beispielsweise im Beruf oder in der Beziehung. Mit den aus den Online-Games erworbenen Fähigkeiten sind wir besser für die Lösung solcher Aufgaben gewappnet.

Ob es nun um die Auswahl von Baumaterial, die Zusammenstellung einer Armee oder den Kauf bestimmter Waren geht: Durch die diversen Tätigkeiten im Spielverlauf ist die Kreativität der Spieler laufend gefordert. Eben dieses kreative Verhalten fördert die Zufriedenheit beim Menschen. Da er außerdem relativ frei in seinen Entscheidungen ist und einen entsprechend großen Handlungsspielraum besitzt, wird dieses Zufriedenheit weiter gesteigert. Spieler werden durch die Ausnutzung dieser Freiräume glücklicher, denn sie gewinnen auf diese Weise Gestaltungsmöglichkeiten, die ihnen im realen Leben in der Form oftmals verbaut sind.

Aber die Online Strategiespiele haben nicht nur eine psychologische Auswirkung. Sie können zudem helfen, die motorischen Fähigkeiten zu verbessern. Oft sind bei den Games Komponenten, die die Geschicklichkeit des Spielers herausfordern. So muss durch bestimmte Tastenkombinationen auf dem Keyboard und Mausklicks am PC oder per schnellem Tippen und Wischen beim Smartphone eine aktuelle Aufgabe gelöst oder der Bau der Stadt vorangetrieben werden. Diese Aktionen schulen die Auge-Hand-Koordination und verbessern die Motorik des Spielers. Zudem unterstützen sie ihn bei der Stärkung der Reaktionsfähigkeit, sodass Gamer auch in alltäglichen Situationen schneller auf spontane Anlässe reagieren können.

Eine Studie der Iowa State University förderte gar zu Tage, dass ausgebildete  Chirurgen, die Videogames spielen, im Vergleich zu ihren nicht spielenden Kollegen 27 Prozent schneller sind und 38 Prozent weniger Fehler machen. Wer sich also bei Motorik, Kreativität oder Kommunikationsfähigkeit verbessern möchte, sollte ruhig öfter online ein Strategiespiel starten.




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